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Wer wir sind

Wolke, die aussieht wie ein Herz

Uns verbindet die Vision, dass wir entscheidend dazu beitragen können, das ganzheitliche Handeln von und für Herzpatienten in der Medizin, bei den Betroffenen und in der Öffentlichkeit fest zu verankern. Wir wollen den psychischen Aspekten von Herzerkrankungen mehr Raum in der fachlichen Diskussion geben und gleichzeitig Herzpatienten kompetent unterstützen, das Vertrauen in ihr Herz, ihr Empfinden und ihren Körper zurückzugewinnen. Warum braucht es dafür einen Verein?

Logo Herz ohne Stress

Psychisch belastete Herzpatienten e. V.

Der Verein „Psychisch belastete Herzpatienten e.V.“ wurde am 11.11.2017 in München gegründet und am 18.4.2018 unter der Registernummer VR 207608 ins Vereinsregister eingetragen. Das Finanzamt München stellte fest, dass die Satzung den Bestimmungen nach §§ 51 ff der Abgabenordung für steuerbegünstigte Zwecke entspricht.

Der Verein ging aus den Münchner Selbsthilfegruppen „Herzkrank ohne Ängste und Sorgen“ und „Herz ohne Stress“ hervor, die 2015 bzw. 2017 von Helmut Bundschuh aufgebaut worden waren; 2019/20 schlossen sich zwei weitere Gruppen aus Ebersberg und München dem Verein an. Die Mitglieder sind Betroffene, Angehörige, Experten und Interessierte.

Die Eckpfeiler unserer Arbeit

Unterstützen

Wir setzen uns dafür ein, die psycho­kardio­logische Versorgung außerhalb von Kliniken zu fördern, um Hilfesuchende zu unterstützen.

Vernetzen

Wir bilden ein Netzwerk aus Ärzten, Kliniken, Forschung, Reha- Einrichtungen, Landes­arbeits­gemeinschaften, Selbsthilfezentren, Interessierten und Betroffenen.

Weiterbilden

Wir fördern die Fachkompetenz im Bereich Psychokardiologie bei Betroffenen, deren Umfeld und Fachkräften durch Seminare, Workshops und Fortbildungen.

Bewusstsein schaffen

Es ist uns ein Anliegen, mit Herzerkrankungen einhergehende psychische Belastungen und Erkrankungen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Wer sind wir

Vorstand

Portraitfoto von Vereinsgründer Helmut Bundschuh
Helmut Bundschuh
1. Vorstand
Portraitbild Konstantinos Gatos
Konstantinos Gatos
2. Vorstand
Ursula Zellner
Ursula Zeller
Schatzmeisterin

Zahlen, die für sich sprechen

Jeder dritte Herzpatient ist psychisch belastet und hat damit eine schlechtere gesund­­heitliche Prognose.
Während dieser Zusammenhang unter dem Begriff „Psycho­kardiologie“ im akademischen Bereich gut erforscht wird, gibt es kaum praktische Ansätze für die Prävention.
Herz-Kreislauf­erkrankungen sind die Todesursache Nr. 1 in Deutschland.
Für psychisch belastete Herzpatienten, die aus einer Akutklinik oder Rehaklinik entlassen werden, gibt es keine nennenswerte Unterstützung.
2019 waren psychische Erkrankungen mit knapp 30 % die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit.
Individuell angepasste Therapie­maßnahmen und interdisziplinäre Angebote als Basis der kardio­logischen Rehabilitation  können dem entgegen wirken.
Das Zusammenspiel von Herzerkrankungen und psychischen Belastungen führt zu langen Ausfallzeiten.
Gut aufeinander abgestimmte, multimodale Rehabilitations­programme auf allen Angebotsebenen können das Risiko signifikant senken und sollten im Interesse aller Akteure liegen.
Zu den häufigsten neuropsychiatrischen Komplikationen bei Herzpatienten zählen laut DGPR Depression, affektive Störungen, posttraumatisches Erleben, Denk – und Schlafstörungen.

Verhaltenspsychologische und psychosoziale Maßnahmen müssen in ein interaktives therapeutisches Gesamtkonzept integriert werden.

Was wollen wir erreichen

Jede gravierende Herzerkrankung sollte optimalerweise in drei Phasen therapiert werden:

  1. Akut-Behandlung
  2. Rehabilitation
  3. Psychokardiologische Begleitung

Für die ersten beiden Phasen stehen in Deutschland eine Vielzahl von spezialisierten Einrichtungen bereit. Rettungsdienste, Notärzte und Akutkliniken retten Leben. Die anschließende Reha ist dann der Raum, sich auf eine Zukunft mit der Herzerkrankung vorzubereiten. Das geschieht in einem beschützten Umfeld und in Abwesenheit von Familie oder Partner, die natürlich ihrerseits Ängste und Sorgen entwickeln können. Allerdings lässt sich zunehmend ein Trend erkennen, Reha-Aufenthalte drastisch zu verkürzten oder ganz weg fallen zu lassen.

Spätestens nach der Reha-Klinik stehen Betroffene oft alleine da und müssen lernen, sich den Anforderungen ihrer Erkrankung anzupassen, um wieder eine zufriedenstellende Lebensqualität zu erlangen. Um den Alltag zu bewältigen, müssen neue Verhaltensstrategien geprobt werden. Es muss geübt werden, gelassen mit Stress umzugehen und auf die Herausforderungen des sozialen Umfeldes mit veränderten Verhaltensstrategien zu reagieren. All das findet vor dem Hintergrund einer tiefgreifenden Angst statt, ob man diesem Alltag noch gewachsen ist.

Alle diese Aspekte haben uns motiviert, aktiv die Situation von Herzpatienten zu verbessern.

Wir wollen die jahrelangen Erfahrungen, z. B. aus Selbsthilfegruppen, und die entstandenen Kontakte nutzen, um den psychischen Aspekten von Herzerkrankungen mehr Raum und Gehör in der Fachöffentlichkeit zu verschaffen. Daraus haben wir vier Handlungsfelder abgeleitet.

Einfach dabei sein und

Mithelfen

Wir suchen Betroffene, Experten, Ärzte, Angehörige, Therapeuten, Institutionen, Mitstreiter, Selbsthilfegruppen, Engagierte, Interessierte, Freunde und SIE!

Werden Sie Mitglied oder Unterstützer. Wir freuen uns!